HISTORISCHES ÜBER DAS NEUBERINHAUS


Friederike Caroline Neuberin – Schauspielerin

 

Neuberin

Neuberin
Geburtshaus von Caroline Neuber

Die "Neuberin" wurde am 9.3.1697 in Reichenbach im Vogtland als Caroline Weißenborn geboren.

Als 15-Jährige riß sie erstmals von zu Hause aus, um ihrem überstrengen Vater zu entfliehen und büßte diesen Fluchtversuch mit sieben Monaten Gefängnis.

Fünf Jahre später gelang ihr die Flucht zusammen mit Josef Neuber, dem Gehilfen ihres Vaters. Sie heirateten und traten als Schauspieler der Spiegelbergschen Gesellschaft bei.

Schließlich gründete die begabte Frau 1725 ihre eigene Truppe, mit der sie in ganz Europa berühmt wurde. Nach den Vorbildern der französischen Schauspielkunst spielte sie selbst Rollen von der Soubrette bis zur Heroine. In Zusammenarbeit mit Gottsched setzte sie im deutschen Theater den hohen Stil des französischen Dramas durch. Der Hanswurst, ...

1741 kam es zum Bruch mit Gottsched, den die Neuberin danach heftig befehdete.

1750 war sie durch wirtschaftliche Not gezwungen ihre Wanderbühne aufzugeben. Spätere Versuche, eine neue Theatergruppe zu gründen, blieben ebenso erfolglos, wie ein Gastspiel in Wien.

Friederike Caroline Neuber starb am 30.11.1760 in Laubegast bei Dresden, völlig verarmt und in Vergessenheit geraten.

 


100 Jahre Kaiserhof – 50 Jahre Neuberinhaus
Streiflichter aus der Geschichte eines Veranstaltungshauses

 

kaiserhof

15. Oktober 1898
Eröffnung des neu gebauten "Concert-, Theater- und Ballhauses mit Restauration" mit dem Namen "Kaiserhof" - Aufführung von Schillers "Braut von Messina"

 

bis 1945
Konzerte, Theateraufführungen, Vorträge, Tagungen, Bälle, Vergnügungen der ortsansässigen Vereine

 

1945
durch Bombenangriff zerstört
 
1946 - 1949
Wiederaufbau als "Reichenbacher Hof" durch die Stadt Reichenbach mit Hilfe des Landes Sachsen und durch Spenden aus der Bevölkerung und freiwillige Arbeitsleistungen
 
18. September 1949
Wiedereröffnung als Stadttheater mit dem Namen "NEUBERINHAUS" (benannt nach der deutschen Theaterreformatorin Friederike Caroline Neuber, genannt die Neuberin - Gedenktafel Eingangsbereich) -Aufführung von Goethes "Faust" im Goethe - Jahr 1949 durch das Stadttheater Plauen und Einweihung als Lichtspieltheater mit dem zeitgenössischen Film "Ehrengericht"
 
bis 1980
vielseitiger Spielbetrieb mit Theateraufführungen aus Plauen, Zwickau, Greiz, Crimmitschau, Gera, Chemnitz, Altenburg und der Landesbühne Sachsen - Konzerte des Stadtorchesters, des Kulturorchesters bzw. des Staatlichen Vogtlandorchesters, "Stunde der Musik", Reihe "Meister des Wortes", Aufführungen von Schüler- und Amateurtheatern, Weihnachtsmärchen der Tanzschule Büttner- Modenschauen, Konferenzen - Unterhaltungsprogramme - Kinobetrieb
 
1981-1984
umfassende Rekonstruktion des Hauses (Technik, Bühne, Saal- und Foyergestaltung - Aufstellung der Neuberin -Büste im Foyer)
 
9. November 1984
festliche Wiedereröffnung mit Show - Programm (Regie: Christian Zerrgiebel); Konzerte (Neuberinhaus zugleich Sitz des Staatlichen Vogtlandorchesters Reichenbach, heute Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach) - Theatergastspiele, Shows, Modenschauen, Kabarett- und Jazzveranstaltungen, Kinderprogramme - Konferenzen - Gastronomie intern für Besucher und Künstler
 
seit 1990
wieder öffentliche Gaststätte im Haus und Bewirtschaftung der Veranstaltungen - Modernisierung von Ton, Licht und Bühnentechnik sowie der Heizungsanlage; Heimstatt für Zirkel und Werkstätten des künstlerischen Laienschaffens
 
1994
Umbau des Großen Saales für variable Nutzung. Reihen-, Tisch und Konferenzbestuhlung; jährlich 4 - 5 Kunstausstellungen im Foyer; bis zu 50 000 Besucher jährlich im Neuberinhaus; gefördert als regional bedeutsame Einrichtung durch den Kulturraum Vogtland und den Vogtlandkreis
 
seit 1990
Mitglied im Internationalen Verband der Stadt-, Sport- und Mehrzweckhallen e.V. (jetzt Europäischer Verband der Veranstaltungszentren e.V.)
 
seit 1996
ist das Neuberinhaus eine Einrichtung der Vogtland Kultur GmbH